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Heilströmen Teil 1- die Wiederentdeckung eines alten Wissens

Titelbild Blogpost Heilstroemen Teil 1

Von Nadine Rudin

Inhaberin der Website licht-pferde.com, Pferdenarr und mit der Mission, den Menschen ein besseres Verständnis ihre Pferdes zu vermitteln.

Oktober 3, 2021

Teil 1

In diesem zweiteiligen Blogpost werde ich dir das Heilströmen etwas näher bringen. Du wirst nicht nur erfahren woher es kommt, es warten auch Übungen für Dich und Dein Tier auf dich.

Heilströmen, auch Jin Shin Jyutsu genannt, ist eine uralte Heilkunst, welche vom Japaner Jiro Murai wiederentdeckt wurde.

Geschichte

1886 wurde er als zweiter Sohn einer wohlhabenden und angesehenen Arztfamilie geboren. Als zweit geborener hatte er freie Berufswahl und entschloss sich, sich dem Studium der Seidenraupenzucht zu widmen. Er lebte ein wildes Leben mit Ess- und Trinkgelagen und gewann unteranderem einige Esswettbewerbe. Genau diesen Lebensstiel liess ihn bereits in jungen Jahren unheilbar krank werden.

Aufgegeben von Ärzten und Familie liess er sich in eine Berghütte bringen, um dort zu sterben. Er verbrachte die Tage mit Fasten und Meditation, um das Sterben zu beschleunigen. Immer wieder nahm er Finger- und Handpositionen ihm bekannter Buddha Statuen ein. Durch das Meditieren, das Fasten und das Halten der Fingerpositionen erlebte er verschiedene Bewusstseinszustände. Statt zu sterben, erfuhr er Genesung. Sein Körper wurde erst immer kälter, doch am siebten Tag spürte er eine grosse Hitze in sich aufsteigen. Er erfuhr einen Zustand inneren Friedens, Dankbarkeit und Ehrfurcht. Er spührte wie sein Körper heilte und ihm war klar, dass dies im Zusammenhang mit dem Halten der Finger und der Meditation stand. Schon am nächsten Tag war es ihm wieder möglich aufzustehen und ganz allein zurück in sein Dorf zu laufen.

Er entschied sich sein Leben dem Heilströmen zu widmen und es genauer zu erforschen.

Schnell wurde er bekannt und erhielt die Ehre in der kaiserlichen Bibliothek, in den alten Schriften studieren zu dürfen. Dort wurden ihm seine Erfahrungen und Forschungen bestätigt und er konnte sein Wissen dieser uralten und uns allen bekannten Heilkunst vertiefen und erweitern.

Jiro Murai nannte diese Heilkunst zu Beginn «Kunst des Glücklichseins» da sie Freude ins Leben der Menschen brachte. Nach weiteren Jahren der Forschung und Anwendung stellte er fest, dass sich die Lebensqualität der Menschen bis ins hohe Alter verbesserte und Leiden linderte. So gab er ihr einen neuen Namen «Kunst der Langlebigkeit». Später fand er den treffensten Namen und nannte es «Jin Shin Jyutsu» was bedeuted «Die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen».

12 Jahre lang studierte Mary Burmeister mit Jiro Murai und machte es schliesslich im Westen bekannt.

Es dauerte einige Jahre bis Mary begann, das Gelernte auszuüben und weiterzugeben. Sie dachte immer, sie müsse zuerst alles richtig verstehen, bevor sie es anwenden und weitergeben könne. Irgendwann begriff sie das Jin Shin Jyutsu ein lebenslanges Studium ist. Denn es enthält alle Weisheiten, Philosophien und Erfahrungen des Lebens. Das Leben selbst führte schliesslich Mary dazu, mit dem Heilströmen zu beginnen als ihre Kinder und dessen Kammeraden immer wieder mit Schrammen und Verletzungen nach Hause kamen. Schnell waren Freunde und Nachbarn da und wollten wissen, wie sie das genau macht.

Was ist denn jetzt genau Jin Shin Jyuts?

Beim Heilströmen werden sanft die Hände auf Bestimmte Energieschlösser aufgelegt, um den Energiefluss zu harmonisieren und damit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Von diesen sogenannten Energieschlösser gibt es 26 auf der linken Seite und 26 auf der rechten Seite und alle nochmals in unseren Händen.

Jin Shin Jyutsu hilft Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. Da es der TCM sehr ähnlich ist wird es auch «Akkupunktur ohne Nadeln» genannt.

Jin Shin Jyutsu ist ein uns angeborenes Wissen. Alles, was für ein vollkommenes Leben gebraucht wird liegt bereits in uns. Wir alle wenden es intuitiv im Alltag an. So halten wir zum Beispiel den Kopf bei Kopfschmerzen, umfassen das Knie mit den Händen, wenn es schmerzt, oder legen jemanden die Hand auf die Schulter um ihn zu beruhigen. Manche halten sich auch die Hände oder Finger, wenn sie nervös oder ängstlich sind, um sich zu beruhigen.

Strömen hilft Körper, Geist und Seele gleichermassen.

Blockaden entstehen

Oft sind wir uns unserer Spirituellen- und seelischen Bereichen nicht so bewusst. So kommt es häufig zur körperlichen Krankheit, um einen seelischen Heilungsprozess durchzumachen. Wenn die Psyche die Eindrücke nicht mehr verarbeiten kann oder es einfach lange einseitige körperliche Belastungen sind, können Verhärtungen und Verspannungen entstehen. Die Lebensenergie ist so blockiert, festgehalten und sie verliert an Kraft. Ähnliches passiert auch bei Unfällen und Traumata. Die blockierte Energie verursacht eine Disharmonie in unserem Körper. Wenn wir nicht darauf hören und für einen Ausgleich sorgen, können körperliche Krankheiten entstehen.

Durch das Halten von bestimmten Punkten (Sicherheitsenergieschlösser) können Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Fingerströmen

Jiro Murai fand heraus, dass in jedem unserer Finger mehrere Energieströme beginnen oder enden, die mit dem gesamten Körper verbunden sind.

Das Fingerströmen ist eine einfache und überall anwendbare Möglichkeit um immer, wenn nötig Halt und Stabilität in sich selbst zu finden. Oft wenden wir es bereits unbewusst im Alltag an wie z.B.:

-Jemanden den Daumen drücken, Daumen hoch wenn alles gut ist

– Erheben des Zeigefingers

– Zeigen des Mittelfingers wenn wir uns über jemanden Ärgern

– Ringfinger ist oft mit Schmuck verziert

– Etwas mit dem kleinen Finger erledigen

Und so geht’s

Du umschliesst für ein paar Minuten sanft den Finger mit der anderen Hand. Ganz intuitiv der, der dich am meisten anzieht oder was gerade zu deiner Situation passt. Unten findest du ein paar Anhaltspunkte, die dir helfen können, den richtigen Finger zu wählen.

Spüre selbst, ob du lieber die rechte oder die linke Hand halten möchtest. Achte, das du dabei ruhig und tief atmest und was dabei in deinem Körper geschieht. Vielleicht nimmst du ein Kribbeln wahr, Wärme oder ein Pulsieren. Alles ist möglich. Du kannst das Fingerströmen so oft du möchtest anwenden.

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